14/09/2023 RAMBO

Rambo, so heißt unser Auto, das wir im August von unseren Kollegen abgegkauft haben. Sie mussten leider aus gesundheitlichen Gründen überraschend zurück nach Deutschland - sehr schade für uns, doch dafür haben wir jedoch ihren Toyota Prado Landcruiser.
Nach nicht einmal zwei Wochen ging es los mit dem Auto in den Süden. Es war Termbreak und wir hatten uns vorgenommen mal an einen Ort zu gehen, wo wir noch nie waren. So sind wir an einem schönen Campingplatz am Lake Kariba angekommen.
Leider hat Rambo zwischendurch immer wieder Probleme gehabt zu beschleunigen.
Trotzdem fuhren wir nach den ersten Nächten weiter, zu unserem zweiten Campingplatz. Doch dort sollten wir nie ankommen. Schon auf der Straße fing es seltsam an zu Rauchen, wir konnten nicht mehr schnell fahren und riefen verzweifelt einige Auto-Freunde an.
Dankbarerweise hielt mitten im Nirgendwo 40 km weit weg von jeder größeren Stadt ein Fahrzeug an. Mister Erik schaute sich unser Fahrzeug an, füllte etwas Getriebeöl nach und gab uns zur Sicherheit mal seine Telefonnummer.
Danach lief das Auto wieder wie geschmiert, jedoch nur für 10-15 Minuten, dann tat es zwei große Schlüge und wir hörten draußen zwei Männer "Mulilo, Mulilo" rufen. Mein Bemba ist gerade so gut, dass ich verstand - irgendwo ist Feuer.
Als hielten wir an und sahen, dass es aus der Motorhaube rauchte, weiter unter war ein Feuer. Wir holten unsere wichtigsten Dinge raus und begannen zu löschen, da wir nicht so viel Wasser hatten, nahmen wir dafür Sand und Wasserflaschen. Dankbarerweise halfen ein paar Leute mit, die gerade vorbeifuhren.

Uns blieb nichts anderes Übrig, als unseren neuen Freund Erik anzurufen. Er schickte uns seinen Faher, regelte, dass unser Auto an der Staße stehen konnte und holte uns zu sich nach Hause.
Auf dem Weg fanden wir heraus, dass sein zu Hause nicht in Sambia, sondern auf der anderen Seite des Sees ist, in Simbabwe. Er bezahlte unser Visum, und lies uns bei sich wohnen.
wir wurden unglaublich gut versorgt. Er war auch Christ, nahm uns mit in seine Gemeinde und stellte uns seinen Freunden vor, gleichzeitig, regelte er dass Freunde unser Auto abholten uns zu einem Mechaniker brachte, der auch seine Firmenfahrzeuge regelmäßig wartet. Wir bekamen Touritouren durch Kariba Stadt, konnten in einer Lodge Elefanten beobachten, grillten mit Freunden bei ihm zu Hause und wurden sogar noch eingeladen von einigen Gemeindefreunden. Wir wurden so reich beschenkt.

Unser "neues" Fahrzeug!
Karibahöhen
Freunde und Nachbarn von Erik
Beim ersten Durchchecken

In all dem Schwierigen haben wir Gottes Versorgung so genial erleben dürfen. Freunde von Liebenzell planten zufällig (von Gott eingefädelt) einen Urlaub am Lake Kariba, sie konnten uns und unser ganzes Zeug zurück nach Lusaka bringen. Dort stand ein Liebenzellauto, mit dem wir selbst wieder nach Amano fahren konnten - und gleichzeitig blieben wir einfach etwas länger am Kariba-See und gewannen neue Freunde in Simbabwe.

Unser Auto ist immer noch dort, wird aber diese Woche noch fertig repariert, es ist erstaunlich wenig kaputt dafür, dass es sogar gebrannt hat. Und es ist kaum zu glauben, aber der Mechaniker der Werkstatt besitzt ein Grundstück nur drei Stunden weg von Amano, und wird wahrscheinlich das Auto bis hierher bringen - so müssen wir nicht 12 Stunden reisen, um unser Auto wieder abzuholen.

Der Karibadamm - Erik ist übrigens dafür zuständig, dass der Damm nicht unterspült wird. Gleichzeitig ist das auch die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe.
Aussicht von oben, am Karibasee ist es viel Hügeliger als in Chingola
Kariba-Höhen
Am schönen Karibasee
Unser Auto beim Mechaniker in Siavonga
Sonnenuntergang beim Campen
Unsere Kollegen aus Lusaka, sie haben übrigens genau das gleiche Auto wie wir.